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Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Siegeszug der Eisenbahn auch auf dem nordamerikanischen Kontinent. Die im Osten des Landes eintreffenden Siedler wollten das riesige Land besiedeln und suchten nach einer möglichst schnellen und sicheren Ost-West-Verbindung. Nach vielen Hürden, Rückschlägen und Kongress-Beschlüssen, war es schließlich 1830 soweit - der Bau einer großen Transkontinentalverbindung begann.
Die Eisenbahn wurde Motor der Industrialisierung, verband Menschen und Städte, erschloß Rohstoffvorkommen und gab dem Handel wichtige Impulse.

Ab 1957 begann die große "Fusionitis" - die Merger-Ära, in der sich viele kleine regionale Bahngesellschaften zu größeren Systemen zusammenschlossen.
Heute bestimmen die beiden Giganten Union Pacific (UP) und BNSF (Burlington Northern Santa Fe) den schienengebundenen Güterverkehr. Weitere wichtige ClassI-Railroads sind CSX, Norfolk&Southern und KCS/TFM.

Es gibt drei Arten von Güterzügen:
Container- und Trailerzüge mit höchster Priorität,
Ganzzüge (Getreide, Kohle etc.) und
Gemischte Züge (Mixed Trains) mit niedrigster Priorität

Die allermeisten Güterstrecken in den USA sind eingleisig - kilometerlange Ausweichgleise (sogenannte Sidings) erwecken oftmals den Eindruck, es handele sich um zweigleisige Strecken. Ebenfalls völlig anders als in Europa: Die Bahngesellschaften betreiben ihre eigenen Strecken - es kommt häufig vor, daß die Gleise verschiedener Bahngesellschaften parallel verlaufen (z.B.: Cajon Pass/Ca.). Moderner funkgesteuerter Betrieb ist heute in den USA flächendeckend realisiert - die Dispatcher sitzen oft hunderte von Meilen von dem zu überwachenden Zug entfernt. Eine End-of-Train-Device meldet über Funk an den sogenannten Mile-Posts etwaige Unregelmäßigkeiten wie Heißläufer etc.

Für den transkontinentalen Personenverkehr sorgt die immer wieder in die Schlagzeilen kommende AMTRAK. Zahlreiche regionale "Commuter Agencies" übernehmen den örtlichen Zubringerverkehr in Ballungsräumen - genau wie hier meist mit Doppelstockzügen.
Schwerpunkt der von mir organisierten Reisen sind die sehr gut ausgelasteten und teilweise mit bis zu 100 Zügen/Tag befahrenen nordamerikanischen Güterzugstrecken.




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